Der Umgang mit dem kleinen Kind bedeutet eine große und sorgfältige Verantwortung. Der
erwachsene Mensch sollte sich stets vor Augen halten, dass er ein „kleines Wesen“ bei
der Menschwerdung begleiten darf und einen prägenden Eindruck im Leben eines Kindes hinterlässt.
So heißt es für uns, dass die Erziehung nicht beim Kind, sondern bei uns selbst beginnt. Die
Selbsterziehung ist eine wichtige Aufgabe des Erziehers oder der Erzieherin, welche ihn/sie im Leben stets
begleitet.
So müssen die Fragen gestellt werden :
Was will ich erreichen?
Was kann ich erreichen?
Was bringe ich mit?
Sind diese Fragen für einen selbst beantwortet, so richtet sich als zweiter Schritt der Blick auf das Kind:
Was braucht das Kind?
Was will das Kind?
Was bringt das einzelne Kind mit?
Mit diesen Leitfragen im Bewusstsein gewinnt der Erzieher / die Erzieherin die
Fähigkeit, sich auf das einzelne Kind einzulassen und es mit seiner individuellen
Persönlichkeit anzunehmen, zu unterstützen und zu fördern.
Das Kind lernt durch die Nachahmung und ergreift die Welt über seine
Sinne. Für die erziehende Person bedeutet dies immer eine
vorbildliche
Haltung einzunehmen. Tätigkeiten werden für das Kind nachvollziehbar und mit
großer Sorgfalt durchgeführt.
Der Erwachsene passt sich dem Wesen des Kindes individuell an. Hierbei
ist es wichtig, immer wieder auf sich selbst zu schauen und den Blick für das erzieherische
Anliegen nicht zu verklären.
In der Selbsterziehung heißt für uns, mit dem Kind und an dem
Kind zu lernen. Das Kind wird wahrgenommen und zeigt uns seine Bedürfnisse, welchen
wir mit innerer Ruhe und Aufmerksamkeit nachkommen.
Weiterhin wird unser Leitbild durch eine christlich-religiöse Grundhaltung
geprägt, die jedoch nicht an eine Konfession gebunden ist. Dieses drückt sich z.B.
in der Gestaltung der christlichen Jahresfeste, die im Waldorfkindergarten Datteln mit großer
Ehrfurcht und Hingabe vorbereitet und gefeiert werden, aus.